Günter Leifheit - Die neue Studie von Prof. Dr. Phil. Joachim Scholtyseck
Vom einfachen Maschinenschlosser zum erfolgreichen Unternehmer: Die Geschichte Günter Leifheits führt durch Aufstieg, Krieg und Nachkriegszeit – und mitten hinein in ein bislang wenig beleuchtetes Kapitel seiner Vergangenheit. Seine freiwillige Mitgliedschaft in der Waffen-SS, seine militärische Karriere und die Frage nach seiner persönlichen Verantwortung werfen bis heute Fragen auf. Eine neue wissenschaftliche Untersuchung versucht, anhand von Akten ein differenziertes Bild zu zeichnen.
Kurzfassung Günter Leifheit
Prof. Dr. Phil. Joachim Scholtyseck
Günter Leifheit (1920 bis 2009) wurde in Wetter an der Ruhr in bescheidenen Verhältnissen geboren. Sein Vater arbeitete beim Maschinenhersteller DEMAG, wo dieser im Lauf der Jahrzehnte bis in die Stellung eines Werksmeisters aufstieg. Günter Leifheit, der jüngste von fünf Geschwistern, besuchte ab 1927 in seiner Heimatstadt die katholische Volksschule, die er 1935 mit durchaus akzeptablen Noten verließ. Anschließend ging er auf eine kaufmännische Privatschule in Dortmund. Die Familie zog inzwischen von Wetter nach Düsseldorf um, wo der Vater eine bessere berufliche Stellung bei der DEMAG erhielt. Bei dieser Firma begann der sechzehnjährige Günter Leifheit im April 1936 eine Lehre als Maschinenschlosser. Die mit dem Besuch der Berufsschule verbundene Lehre schloss er nach zwei Jahren im März 1938 erfolgreich ab.
Die Hitlerjugend, bereits die größte Jugendorganisation der Welt, nahm inzwischen einen großen Teil der knapp bemessenen Freizeit von Günter Leifheit ein. Leifheit führte zunächst eine Jungenschaft, bald darauf einen Jungzug, dann ein Fähnlein und schließlich einen Jungstamm, alles Ausdruck des zielstrebigen Aufstiegs eines jungen Mannes, der etwas werden wollte. Zum 1. Juli 1939 wurde Leifheit zum hauptamtlichen Jungbannführer des Jungbanns Wuppertal ernannt. Damit kletterte der Achtzehnjährige einmal mehr auf der Karriereleiter nach oben. Er war nun für rund 2.500 bis 3.000 Jungvolkjungen zuständig. Die Teilnahme an den Reichsparteitagen der NSDAP in Nürnberg in den Jahren 1937 und 1938 gehörte zur Prägung im nationalsozialistischen Geist. Zum 1. September 1938 erfolgte Leifheits Aufnahme in die NSDAP.
Schon kurz darauf, im Juni, folgte die Musterung; Leifheits Wunsch, zum Motorradfahrer ausgebildet zu werden, erfüllte sich allerdings im Zweiten Weltkrieg nicht: Vom 11. Februar 1940 datiert sein Antrag auf Eintritt bei der Waffen-SS. Da Leifheit mit 19 Jahren noch nicht volljährig war, musste sein Vater den Meldevordruck unterschreiben. Die Aufnahme erfolgte am 20. Mai 1940 unter der Mitgliedsnummer 466.826. Am 15. Juni 1940 wurde er vereidigt, am 21. Juni 1940 erhielt er seinen Gestellungsbefehl. Eine Woche später wurde er zur Grundausbildung bei der Nachrichten-Ersatz-Abteilung der SS-Verfügungstruppe nach Unna einberufen, wie die Waffen-SS zu diesem Zeitpunkt noch hieß. Von Unna wurde Leifheit am 23. September 1940 als SS-Schütze an seine Stammeinheit versetzt, die 3. Kompanie des SS-Pionierbataillons der inzwischen verstärkten Leibstandarte SS Adolf Hitler.
Der erste kriegerische Einsatz erfolgte im Feldzug gegen Griechenland, an dem die Leibstandarte SS Adolf Hitler an vorderster Front beteiligt war. Leifheit diente in diesem Feldzug vom 6. April bis zum 20. Mai 1941 als Funker in seiner Pionierkompanie. Nach der raschen Eroberung Griechenlands begann für die Leibstandarte SS Adolf Hitler eine Phase der Erholung und Reorganisation, in der sie auf fast 11.000 Mann verstärkt wurde. In diesen Monaten war der Angriff auf die Sowjetunion bereits in Vorbereitung. Nun sollte „Lebensraum“ im Osten erobert werden, während die industriell unterentwickelten Regionen des Landes Rohstoffe und Arbeitskräfte liefern sollten.
Die Leibstandarte SS Adolf Hitler rückte im „Barbarossa“-Feldzug bis zum Asowschen Meer vor. Hier begingen SS-Sonderkommandos zahlreiche Kriegsverbrechen in Gebieten, die Angehörige der Leibstandarte SS Adolf Hitler zuvor abgeriegelt hatten. Es ist nicht bekannt, ob Günter Leifheit von diesen Verbrechen etwas mitbekommen hat. Er erlitt bereits am 1. Oktober 1941 eine Granatsplitterverletzung am Kopf, die ihn monatelang kampfunfähig machte. Aber an der Front war über Kriegsverbrechen weitaus mehr bekannt als das, was man, manchmal verschlüsselt, nach Hause berichtete. An der Front blickte man im Zweifelsfall weg, fühlte sich nicht zuständig, nicht verantwortlich und machtlos – und verdrängte das, was man wissen oder als Zeuge sehen konnte.
Ende Mai 1942 wurde die Leibstandarte SS Adolf Hitler nach fast einem Jahr Einsatz von der Ostfront abgezogen. Sie kam zur dringend notwendigen Auffrischung nach Nordfrankreich. Der dortige fünfmonatige Aufenthalt in den Quartieren im Raum Fontainebleau, Melun und Evreux südwestlich von Paris war unspektakulär: Zwischen Sport und Wachdienst wird es ein langweiliges und stupides Barackenleben gewesen sein. Die Leibstandarte SS Adolf Hitler wurde im November 1942 als SS-Panzergrenadier-Division Leibstandarte SS Adolf Hitler neu aufgestellt und mit modernen Panzern, Sturmgeschützen und Schützenpanzern erneut an die Ostfront geschickt. Leifheit hätte hier in einer SS-Panzerpionierkompanie eingesetzt werden sollen, aber er kehrte gar nicht an die Ostfront zurück. Er ließ sich fernab des Kampfgeschehens für den weiteren Aufstieg bei der Waffen-SS ausbilden, ab Ende Januar 1943 an der SS-Junkerschule in Braunschweig.
In dieser Kaderschmiede trat neben die Erziehung im nationalsozialistischen Sinn die Gefechtsausbildung mit Schießübungen sowie Gelände- und Kartenkunde. Im Mai 1943 schloss der inzwischen Zweiundzwanzigjährige die Prüfungen erfolgreich ab und wurde zum Standartenoberjunker befördert. In der Wehrmacht hätte dieser Dienstrang dem eines Oberfähnrichs entsprochen; damit stieg Leifheit aus dem Mannschaftsdienstgrad in die Riege der Offiziersanwärter auf. Als „Führeranwärter“ genoss er den Erfolg eines jungen Mannes, der ohne den Zweiten Weltkrieg sicherlich seinen Weg als Maschinenschlosser bei der DEMAG gemacht hätte. Der weiteren Militärkarriere stand nichts mehr im Weg.
Sofort im Anschluss schloss sich ein weiterer Lehrgang an, dieses Mal im „Reichsprotektorat Böhmen und Mähren“, am Standort Hradischko bei Prag, wo eine SS-Pionierschule eingerichtet worden war. Während Leifheit in Braunschweig und Hradischko im Frühjahr und Sommer 1943 die Schulbank drückte, erlebte die Leibstandarte SS Adolf Hitler einen besonders harten Osteinsatz. Leifheit war während der „Schlacht um Kursk“ aber nicht an der Front, sondern weiterhin in der Kaserne in Hradischko.
Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 sollte die Leibstandarte SS Adolf Hitler gemeinsam mit dem verlässlichen und kampferprobten II. SS-Panzerkorps unter Paul Hausser Flagge zeigen. Seit dem 27. Juli wurde die Leibstandarte SS Adolf Hitler daher im sog. „Blitz-Pfeil-Transport“ von der Ostfront nach Italien verlegt, was auch für Günter Leifheit das Ende der Ausbildungsphase bedeutete. Er wurde mit Wirkung vom 1. September 1943 durch das SS-Führungshauptamt als Zugführer zum Panzergrenadierregiment 1 der 1. SS-Panzergrenadierdivision Leibstandarte SS Adolf Hitler versetzt. Wahrscheinlich Ende September 1943 übernahm er am neuen Kriegsbrennpunkt Norditalien einen Zug der 9. Panzerpionierkompanie. Als sein Kompaniechef Mitte November 1943 zu einer Schulung abkommandiert wurde, übernahm Leifheit in Vertretung dessen Funktion als Kompanieführer.
Italien blieb für ihn ein Intermezzo: Im Spätherbst 1943 erfolgte die Rückverlegung der Leibstandarte SS Adolf Hitler an die russische Front. Über die Kampfeinsätze Leifheits in den Abwehrgefechten der folgenden Monate ist nichts bekannt. Ab Ende März bis Mitte April 1944 zog sich die Leibstandarte SS Adolf Hitler unter schweren Verlusten und fast vollständig zerschlagen aus der Westukraine in den Raum Lemberg (Lviv) zurück. Im Mai 1944 war Leifheit als Untersturmführer hier immer noch im Dienst des SS-Panzer-Bataillons 1. Wenige Tage später wurde seine Truppe zur Erholung nach Flandern in den Raum Brügge und Gent verlegt. Die Leibstandarte SS Adolf Hitler wurde in Erwartung der Eröffnung einer zweiten Front fast wieder auf Sollstärke gebracht. Die alliierte Invasion in der Normandie schuf ab dem 6. Juni 1944 eine neue Front an der französischen Atlantikküste. Günter Leifheit war als Angehöriger des SS-Panzer-Pionier-Bataillons 1 ab dem 11. Juli an den heftigen Abwehrkämpfen südlich von Caen beteiligt. Am 17. August 1944 wurde er in Argentan an der Orne erneut schwer verwundet. Er erhielt mehrere Splitter in Gesäß und Schulter.
Leifheit wurde zunächst noch in Frankreich medizinisch versorgt. Am 15. September erfolgte die Verlegung ins Reserve-Lazarett im hessischen Fulda. Mit seiner Verletzung erübrigten sich Leifheits weitere Ausbildungsvorhaben. Ursprünglich hatte Leifheit darauf gehofft, zum SS-Pionier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillon 1 in Dresden abkommandiert zu werden, um an einem Kompanieführer-Lehrgang an der ihm schon gut bekannten SS-Pionierschule in Hradischko teilzunehmen. Stattdessen blieb er ein Vierteljahr in medizinischer Behandlung. Vom 21. Dezember 1944 bis zum 6. Januar war er bei seinen Eltern in Düsseldorf-Benrath im Genesungsurlaub. Nach der Weihnachtspause war er so weit hergestellt, dass er Anfang 1945 erneut in seine Stammeinheit bei der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte SS Adolf Hitler an die Front befohlen werden konnte.
Diese war gerade von der Ardennenfront über St. Vith nach Deutschland abgezogen worden und wurde nach Ungarn geschickt. Im Februar 1945 lag fast die Hälfte aller im Osten eingesetzten Panzerdivisionen am ungarischen Frontabschnitt, um den sowjetischen Vormarsch zu stoppen. Die Truppen des ungarischen Juniorpartners, rund 300.000 Mann, waren in diese Operationen eingebunden. Im SS-Panzer-Pionier-Bataillon 1 Leibstandarte SS Adolf Hitler war Leifheit jetzt erstmals Kompaniechef und befehligte die 1. Kompanie. Am 1. Februar 1945 wurde er – die letzte Beförderung in seiner Militärlaufbahn – zum SS-Obersturmführer ernannt, was bei der Wehrmacht dem Rang eines Oberleutnants entsprochen hätte. Er war jetzt offiziell „Kompaniechef“ und nicht mehr nur ein „Kompanieführer“.
Am 13. März 1945 erlitt Leifheit in einer dieser Panzerschlachten erneut eine schwere Verletzung. Granatsplitter im rechten Oberarm und in der rechten Schulter bedeuteten für ihn das endgültige Ende seines Kriegseinsatzes. Leifheit wurde von der Front ins niederbayerische Straubing gebracht, wo in der dortigen Agnes-Bernauer-Schule das Reserve-Lazarett IV eingerichtet worden war. Nach der Pflege seiner Verletzungen in Lazaretten in Straubing, Fulda und Bad Reichenhall geriet er am 4. Mai 1945 im Wehrmachtslazarett Berchtesgaden in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft, blieb aber wegen seiner schweren Verletzungen bis Mitte Oktober 1945 in verschiedenen weiteren Lazaretten, bevor er in ein Kriegsgefangenenlager kam. Wann genau Leifheit aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, ist nicht bekannt.
1945 schloss der 25 Jahre alte Günter Leifheit, wie viele andere seiner Generation, mit dem Nationalsozialismus und seiner diskreditierten Ideologie ab. Er blickte nach vorn, begierig, privat und beruflich das aufzuholen, was er in den Jahren des Nationalsozialismus versäumt hatte. Referenzpunkt war der Wunsch nach Aufstieg und Karriere. Dies ging mit weitgehender politischer Abstinenz und einem hartnäckigen Schweigen über die Kriegsjahre einher. Aus seiner Sympathie für die CDU mit ihren Werten der Marktwirtschaft, der Westbindung und der Ablehnung sozialistischer Experimente machte Leifheit keinen Hehl. Aus seiner Sozialisation nahm er, wie viele seiner Generation, Tugenden wie Autorität, Pünktlichkeit und Ordnungssinn mit. Für die gelegentlich kolportierte Pflege „brauner“ Netzwerke oder Seilschaften in der Nachkriegszeit finden sich keine Belege.
Durch die Heirat mit Ingeborg Kaiser im Jahr 1948 wurde der Grundstock für eine unternehmerische Karriere in der Bundesrepublik gelegt. Seine Zukunft lag zunächst im Unternehmen W. F. Kaiser & Co., einem mittelständischen Hersteller von Backformen und Küchengeräten, dessen Anfänge in Beierfeld im Erzgebirge liegen. „Arisierungen“ und Zwangsarbeit hatte es bei Kaiser nicht gegeben. Die Firma fand 1945/46 eine neue Heimat in Witten an der Ruhr und musste, unter Kapitalmangel leidend, gleichsam bei null anfangen. Erst nach der Umsiedlung von Witten nach Nassau an der Lahn in Rheinland-Pfalz florierte das Unternehmen, an dem neben Günter und Ingeborg Leifheit weitere Familienmitglieder beteiligt waren. Der auf Unabhängigkeit bedachte Günter Leifheit war ein Verkaufsgenie, der mit seiner auf die finanziellen Aspekte achtenden Gattin ein kongeniales Paar bildete. Sie machten sich 1961 mit einem eigenen Unternehmen selbständig, das ein typisches Beispiel für den Erfolg bietet, mit dem zielstrebige Pioniere der „Wirtschaftswunderzeit“ erfolgreich waren.
Diejenigen, die sich freiwillig zur Waffen-SS meldeten, wurden Teil der verbrecherischen Strukturen des totalitären Regimes: Der Historiker Klemens von Klemperer hat in diesem Sinn einmal festgestellt, dass eine Diktatur die Menschen so in Bedrängnis bringe, dass „nur die wenigsten“ wissen, was zu denken und zu tun ist: „Mitmachen und Anpassen“ stelle dabei stets „die einfachste Lösung dar.“ Wäre Leifheit nicht erfolgreicher Unternehmer in der Geschäftswelt geworden, so darf mit großer Sicherheit angenommen werden, hätte sich niemand für seine bescheidene Rolle bei der Waffen-SS interessiert. Es ist bezeichnend, dass sich nicht einmal die DDR, die ansonsten versuchte, jegliche Form von „Monopolkapitalismus“ der Bundesrepublik mit dem Nationalsozialismus in Verbindung zu bringen, auf eine Spurensuche nach Leifheits Vergangenheit begab.
Erst eine 2024 veröffentlichte Studie und die sich anschließende Debatte boten den Anlass, sich vertieft auf Aktengrundlage wissenschaftlich mit Leifheits Kindheit, Jugend, seiner Zeit im Zweiten Weltkrieg und bei der Waffen-SS zu beschäftigen. Unter dem Aspekt der Zugehörigkeit von Günter Leifheit zur Waffen-SS und zu Hitlers vermeintlicher „Elitetruppe“, der Leibstandarte SS Adolf Hitler, war die Herausarbeitung der verschiedenen Grautöne für eine angemessene Beurteilung Leifheits unabdingbar. Der Dienst bei der Waffen-SS allein belegt nicht automatisch eine nationalsozialistische Affinität. Zugleich stellt eine fehlende formale „Belastung“ keineswegs ohne weiteres eine „Entlastung“ dar. Im konkreten Fall wurden die Hintergründe des freiwilligen Eintritts zur Waffen-SS untersucht, ebenso das konkrete Verhalten bei Kampfhandlungen, die Frage nach einer eventuellen Beteiligung an Kriegsverbrechen sowie mögliche öffentliche Stellungnahmen im Sinne des Regimes. Für die wissenschaftliche Beurteilung war schließlich auch das Alter, der Dienstrang und der Karriereweg wichtig.
Günter Leifheit, der sich als Freiwilliger zur Waffen-SS meldete und seine Militärlaufbahn hauptsächlich bei der Leibstandarte SS Adolf Hitler absolvierte, war, wie viele andere Soldaten seiner Generation, zweifellos stolz, bei der als Eliteeinheit geltenden Leibstandarte SS zu dienen, wo er aber eher in der zweiten Reihe zu finden war. Leifheit war an zahlreichen Frontabschnitten eingesetzt, unterbrochen von langen Phasen der Ausbildung, der Lazarettaufenthalte und der Rekonvaleszenz. An Kriegsverbrechen der Waffen-SS war er wohl nicht beteiligt. Es ist wenig wahrscheinlich, dass in Zukunft noch bislang unbekannte Dokumente auftauchen, die in dieser Hinsicht eine Neubewertung erforderlich machen.
Link zur Gesamtfassung von Prof. Dr. Phil. Joachim Scholtyseck, Nomos-Verlag, 2026: https://www.doi.org/10.5771/9783748973775



